Eine App ist kein Schrumpf-Webauftritt. Wer Service-Techniker, Außendienst, Lagerpersonal oder Kunden wirklich produktiver machen will, braucht eine App, die im echten Alltag funktioniert — offline-fähig, robust, schnell zu bedienen mit einer Hand. Aus dem Innviertel bauen wir genau solche Apps für Mittelständler im DACH-Raum.
Wann sich eine eigene Mobile App lohnt
Nicht jeder Prozess braucht eine App. Aber wenn einer der folgenden Punkte stimmt, ist die Zeit da:
- Ihre Mitarbeitenden sind nicht am Schreibtisch — Außendienst, Montage, Service, Lager, Logistik
- Papier-Laufzettel / Klemmbretter / Doppelerfassung gehören zum Alltag
- Daten werden „im Feld“ erfasst und später im Büro abgetippt
- Ihre Kunden wollen Aufträge, Status oder Geräte-Informationen unterwegs sehen
- Sie haben eine Webapplikation, die mobil zu sperrig wird
Typische Mobile-App-Projekte
1. Außendienst & Service-Techniker-App
Techniker rufen Kundendaten, Auftragsinformationen und technische Zeichnungen offline ab. Einsätze werden vor Ort erfasst — mit Fotos, Unterschriften und automatischem Sync, sobald wieder Netz verfügbar ist. Direkte ERP-Anbindung (ABAS, SAP, Infor LN, BMD — je nachdem, was bei Ihnen im Einsatz ist).
2. Lager- und Logistik-App
Barcode- und QR-Scanning, Bestandsabfragen, Ein- und Auslagerung direkt am Gerät. Touch-optimiert für Handschuhe, große Buttons, robuste Offline-Unterstützung. Spart pro Mitarbeiter täglich spürbar Zeit.
3. Kundenportal als App
Ihre B2B-Kunden sehen Aufträge, Lieferscheine und Rechnungen am Handy — mit Push-Benachrichtigungen, wenn sich etwas tut. Spart Ihrem Innendienst die täglichen Status-Anrufe.
4. Interne Tools für das Team
Urlaubsantrag, Spesenabrechnung, Schichteintrag, Qualitätssicherung per Foto, schnelle Zeiterfassung. Kleine Apps, große Akzeptanz — weil sie schneller sind als jedes Excel.
5. Produkt-Konfiguratoren
Der Außendienst konfiguriert Produkte direkt beim Kunden, rechnet Preise live, druckt oder versendet Angebote vor Ort.
Unser technischer Ansatz
Wir bauen nicht zwangsweise native Apps — oft ist das gar nicht sinnvoll. Abhängig von Anforderungen wählen wir:
- Progressive Web Apps (PWA): schnellster Weg, günstigste Wartung, funktioniert auf iOS + Android + Desktop. Unser Standard für die meisten B2B-Fälle.
- Ionic / Capacitor: eine Codebasis für iOS und Android, mit Zugriff auf native Hardware (Kamera, Scanner, Bluetooth). Perfekt für Feldservice-Szenarien.
- React Native: wenn echte Native-Performance gebraucht wird und man trotzdem eine Codebasis für beide Plattformen will.
- Native (Swift / Kotlin): nur wenn spezifische Plattform-Features unverzichtbar sind — selten nötig im Mittelstand.
Welche Technologie bei Ihnen passt, klären wir im Erstgespräch — oft reicht eine PWA vollkommen und spart Ihnen 40–60 % der Entwicklungskosten gegenüber nativer Entwicklung.
Was eine gute App auszeichnet
- Offline-first — eine App, die nur mit Netz funktioniert, fällt im Werk oder auf der Baustelle durch
- Schnell — wenn sie länger als 2 Sekunden zum Starten braucht, wird sie nicht genutzt
- Ein-Hand-bedienbar — Außendienst hat oft einen Meter Kabelbaum in der anderen Hand
- Robust gegen schlechtes Netz — automatische Retry-Logik, sauberes Konflikt-Handling
- Sicher — Token-basiertes Login, lokale Verschlüsselung sensibler Daten
- Installation ohne App-Store-Theater — PWAs installieren sich über den Browser, ohne MDM-Chaos
Referenzprojekt: Lager-App für Logistikbetrieb
Ein Logistiker mit mehreren Lagerstandorten hatte ein klassisches Problem: Wareneingänge wurden auf Papier erfasst, abends abgetippt ins ERP (Infor LN), regelmäßige Fehlerrate und 24-h-Verzögerung in der Bestandssicht.
Was wir gebaut haben: Eine PWA, die am Tablet oder Handheld-Scanner läuft. Barcodes scannen, Menge + Position eingeben, bestätigen. Daten gehen live an Infor LN, auch offline zwischengepuffert. Unterschrift des Fahrers als Foto-Signatur.
Ergebnis nach 4 Monaten: Bestandsdaten in Echtzeit statt 24 h später. Fehlerquote bei Wareneingängen deutlich reduziert. Mitarbeiter: „endlich nicht mehr Abtippen am Abend.“
Was eine Mobile-App realistisch kostet
- Schlanke PWA (1 Use-Case, 3–5 Funktionen): 8.000 – 18.000 €
- Mittlere App (Offline, ERP-Kopplung, 5–10 Funktionen): 20.000 – 50.000 €
- Komplexe Business-App (mehrere Module, Echtzeit-Sync, Hardware-Zugriff): 50.000 – 120.000 €
Laufende Kosten: Apple Developer Account (99 $/Jahr), Google Play (25 $ einmalig) — falls Store-Release nötig. PWAs brauchen keinen Store.
Häufige Fragen
Müssen wir zwei Apps bauen — iOS und Android?
Fast nie. PWA, Ionic oder React Native liefern eine Codebasis, die auf beiden Plattformen läuft. Entwicklungs- und Wartungskosten sinken spürbar.
Brauchen wir zwingend den App-Store?
Bei interner Nutzung oft nicht. PWAs installieren sich direkt aus dem Browser. Das ist vor allem bei Business-Apps praktisch, weil Apple/Google keine Review-Hürden in den Weg legen.
Wie ist das mit Datenschutz und DSGVO?
Wir bauen so, dass alle personenbezogenen Daten in Ihrer Infrastruktur bleiben — Backend on-premise oder in EU-Cloud. Keine Firebase, keine US-Dienste, die Daten außer Landes bringen.
Können wir die App später selbst weiterentwickeln?
Ja. Quellcode in Ihrem Git-Repo, Architektur-Doku, Handover mit Ihrem Team. Jeder Angular- oder React-Entwickler findet sich schnell zurecht.
Wie lange dauert ein typisches Mobile-Projekt?
PWA-MVP: 4–8 Wochen. Mittlere Business-App: 3–5 Monate. Komplexe App mit mehreren Stakeholdern: 6–12 Monate — aber mit iterativem Release alle 2–4 Wochen, also nach 6 Wochen habt Ihr schon eine nutzbare Version.
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Lust, kurz drüber zu reden?
Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich — 30 Minuten, in denen wir Ihre Situation anhören und eine erste Einschätzung geben. Kein PowerPoint, kein Verkaufspitch, kein Druck.